Die Ergebnisse

Der Begriff Wissensregion wird international unterschiedlich verwendet. Gemeinsamer Nenner ist die Erkenntnis der Bedeutung von Wissen für die wirtschaftliche, aber auch für die soziale Zukunft einer Region.

Die Wissensregion beginnt im Kopf. Um zu funktionieren, muss sie sowohl in den Köpfen der Akteure der Region als auch in den Köpfen internationaler Wissensarbeiter (potenzielle zukünftige regionale Wissensarbeiter bzw. Standortentscheider) verankert sein. Sowohl in fachlicher als auch in organisatorischer Hinsicht muss mehr Transparenz geschaffen werden. Die Anwendung von Wissen, die Generierung neuen Wissens, die Umsetzung neuer Ideen und das Denken in Investitionen muss nicht nur für einige Akteure, sondern flächendeckend einen hohen Stellenwert einnehmen. Zielführend sind vor allem Ansätze, die über Organisationsgrenzen hinweg bessere Voraussetzungen für wissensbasierte Wertschöpfung schaffen.

Bestehende Institutionen und deren Rollen müssen anerkannt, allerdings mit neuen und gegebenenfalls breiteren Forderungen konfrontiert werden. Sowohl innerhalb der relevanten Institutionen und Unternehmen als auch in der heranwachsenden Generation muss zum Einen das nötige Bewusstsein aufbaut, zum Anderen die nötige Methodenkompetenz vermittelt werden.

Das Thema Wissensregion geht inhaltlich weit über Wissenstransfer und herkömmliche Förderprogramme hinaus. Eine Zusammenstellung von 19 Dimensionen, die sich für Betrachtungen im Rahmen des Projekt als hilfreich erwiesen haben, sowie Beschreibungen von 41 Maßnahmenvorschlägen finden sich im Projektbericht. Besonders empfohlen werden folgende Maßnahmen: Internationale Tour für Entscheidungsträger (zum Kennenlernen von Pioniereinrichtungen), Zukunftszentrum, Spielregeln für die Wissensregion erarbeiten, Netzwerkmanagement bereitstellen, Regionale Wissens-Foresight, Internationale Konferenz "Knowledge Cities", Internationaler Think Tank für die bestmögliche regionale Nutzung von Wissen, Mind Labs, zeitgerechtere Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisse, Attraktivität der Region für Wissensarbeiter steigern, Wissensbotschafter.

Zur Umsetzung wird ein integrierter Ansatz empfohlen, bei dem von vornherein der Aufbau eines Zukunftszentrums als stakeholderübergreifende Einrichtung geplant wird. Dieses Zukunftszentrum kann dann weitere Maßnahmen koordinieren, die zu einem guten Teil natürlich von existierenden Stakeholdern durchgeführt werden.

Für die Positionierung der Steiermark als Wissensregion gibt es ein begrenztes Zeitfenster. Wenn einmal alle erkannt haben, wie wichtig eine solche Ausrichtung für die Zukunft ist, dann ist der jetzt noch erreichbare Vorsprung gegenüber anderen Regionen verspielt. Daher muss jetzt gehandelt werden.

Vollständiger Projektbericht als PDF

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